Kategorie: Mamasein

„Mama, warum bin ich gefallen?“ – Wie wir lernen wieder aufzustehen

Mein Kind ist gestürzt. Nicht das erste Mal, aber das erste Mal so heftig, dass ich wirklich richtige Angst hatte. Ich hatte Angst um ihn, wirkliche Angst. Angst um sein Leben hatten wir bereits, das Gefühl kennen wir. Der Tag seiner Geburt hätte genauso auch eine andere Wendung nehmen können und dann war da auch noch seine Operation. Beides war irgendwie etwas anderes, denn in beiden Situationen wussten wir, dass auch etwas passieren könnte. Sein Sturz aber kam aus heiterem Himmel.

Wie gehen wir Menschen eigentlich mit den großen und kleinen Stürzen in unserem Leben um? Wie leicht fällt es uns, wieder aufzustehen? Und woher nehmen einige die Kraft, immer wieder auszustehen während andere irgendwann zusammenbrechen? Ich frage mich manchmal voller Sorge welche großen Herausforderungen, Stürze, Gräben und Abgründe sich vor unseren Kindern in ihrem Leben auftun und wie wir ihnen helfen können, genug Stärke in sich selbst zu finden, mit allen Widrigkeiten umgehen zu können. Weiterlesen

Ein bisschen mehr von dem, was glücklich macht

Vorne weg: das wird kein Jammer-Post! Ich teile mit euch nur ehrlich und in Kurzfassung was uns als Familie die letzten Wochen bewegte.

Wir waren am Ende mit unseren Kräften, mein Mann und ich. Aus Schlafmangel, unerfüllten Bedürfnissen auf Elternseite, mehreren Hiobsbotschaften unseres alten Hauses an uns und ein paar Krankheitswellen, erwuchs bei uns aus immer mehr Unzufriedenheit immer mehr Streit. Nicht nur mal ein unbedachtes Wort, eine kleine Kränkung oder eine Unachtsamkeit dem Anderen gegenüber. Wir hatten uns festgefahren, uns gegenseitig unglücklich gemacht, über Tage und Wochen. Weiterlesen

Meine erste Wahl – #BTW2017

In ein paar Tagen gehen wir zur Wahl. Wir, damit meine ich mich und meinen Mann. Wir beide wählen. Aber wir gehen nicht alleine, wir gehen mit unseren beiden Söhnen, vielleicht auch mit dem großen Sohn meines Mannes. Wir nehmen die drei Personen mit, um die es eigentlich gehen soll bei unseren Entscheidungen für die Zukunft: Unsere Zukunft: Unsere Kinder. Weiterlesen

Wenn der Kinderwunsch schmerzt

Mama und Baby am Wildgehege

„Wir wissen, dass das Risiko nicht viel höher ist als nach nur einem Kaiserschnitt. Aber wir dürfen Sie bei einer erneuten Schwangerschaft leider nicht mehr betreuen.“ Stille. Ich habe es mir gedacht. Ich habe es befürchtet. Und trotzdem trifft mich die Aussage der leitenden Hebamme des Geburtshauses hart. Sie reißt meine alte Wunde wieder auf und lässt mich blutend zurück. Ich fange an zu weinen, am Telefon mit einer wildfremden Frau. Das passt nicht zu mir, ich bin doch sonst so kontrolliert! Irgendwann müssen sich meine Emotionen aber einfach mal ihren Weg bahnen als auch meine letzte Hoffnung auf eine selbstbestimmte Geburt erlischt. Weiterlesen

Eltern sein mit eigenen Bedürfnissen

Nach einem anstrengenden Vormittag habe ich den Großen gerade hingelegt. Der Kleine liegt zum Einschlafstillen an der Brust und ich schaue währenddessen kurz mit meinem Handy in den Sozialen Netzwerken nach. Da springt mir der Beitrag von Nora Imlau ins Auge über die Plakataktion der Stadt Bergisch Gladbach: Da prangern an Bushaltestellen und Litfasssäulen mannshohe Plakate, auf denen die Eltern abgemahnt werden, beim Kinderwagen schieben auf ihre Kinder zu schauen anstatt aufs Smartphone. „Sprich mit mir!“ steht da in großen Lettern und man sieht im Comic-Stil debil auf ihr Smartphone schauende Eltern, die ihr im Kinderwagen liegendes Kind keines Blickes würdigen… ich bin sauer! Weiterlesen

Nicht mehr ganz die Alte…

Ich stehe im Badezimmer vor dem Spiegel. Es ist Samstag früh um 7. Mein Mann hütet im Nebenraum unsere beiden Söhne, damit ich in Ruhe duschen kann. Da stehe ich und schaue mich das erste Mal seit langem ganz bewusst und sehr genau an. Ich fühle mich fremd und doch vertraut in meiner Haut. Weiterlesen

Wenn mein Partner nicht so will wie ich

Schwarzweiß Bild von Babyhand

Vor den Kindern waren wir ein Paar. Zwei Menschen, die sich die Verantwortung für Haushalt, Finanzen, Einkäufe und ein paar andere Angelegenheiten teilten. Auch da gab es ab und zu Reibereien, Diskussionen und unterschiedliche Sichtweisen. Wir mussten uns aber nicht die Verantwortung für ein und dann zwei kleine Menschen teilen… Weiterlesen

Wie werde ich meinen Kindern gerecht? Und mir selbst?

Unser Kleiner ist nun 5 Monate alt, der Große 2 Jahre. Das ist eine geballte Ladung an Bedürfnissen, Geschwisterliebe und auch Neid. In der Schwangerschaft habe ich mich darauf gefasst gemacht, dass es anstrengend wird und trotzdem gab es da noch meine innere Stimme, die mir versicherte, dass wir „das Kind schon schaukeln werden“, weil „andere schaffen das doch auch“. Weiterlesen