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Werbung – Das Kletterdreieck nach Emmi Pikler: Klein und Groß wollen hoch hinaus

So ist es nunmal mit den Zweitgeborenen: Eigentlich haben sie schon (fast) alles, was das Kinderherz höher schlagen lässt! Die großen Geschwister haben ja durch einige Geburtstage, Weihnachtsfeiern und Osterhasen-Geschenke fleißig Vorarbeit geleistet. Bei uns gibt es wirklich wenig Spielzeug und wenn die Kinder etwas bekommen, soll es sinnvoll, robust und nachhaltig sein und alle Sinne ansprechen. Als die Taufe unseres Babysohnes anstand und unsere Gäste nach Geschenkideen fragten, suchten wir nach genau so einem Geschenk für den kleinen Mann und wurden mit dem tollen Kletterdreieck nach Emmi Pikler schnell fündig.

 

Emmi Pikler: Der Entwicklung des Kindes Raum und Vertrauen schenken

Jedes Kind braucht seinen Fähigkeiten entsprechend angemessenen Raum; allerdings immer groß genug, den nächsten Entwicklungsschritt zuzulassen. (Emmi Pikler)

Emmi Pikler war eine ungarische Kinderärztin, die mit ihren Überzeugungen und Grundannahmen über Kinder ihrer Zeit weit voraus war. 1902 wurde sie in Wien geboren, promovierte 1927 und erhielt daraufhin ihre pädiatrische Fachausbildung. Als Mutter dreier Kinder erlebte sie täglich, dass ihre Kinder keine Ermutigungen oder Hilfestellungen brauchten, um sich körperlich und geistig gesund zu entwickeln.

Emmi Pikler kümmerte sich nach dem Zweiten Weltkrieg um unterernährte und verlassene Kinder und gründete 1946 das Säuglingsheim Lóczy, wo sie sich fortan für die gesunde körperliche Entwicklung von Kindern einsetzte. Sie war überzeugt davon, dass Kinder einfühlsame, verlässliche und achtsame Bindungspersonen brauchen, um sich gesund zu entwickeln. Sie brauchen Erwachsene, die ihnen Vertrauen, Gelassenheit und Neugier entgegenbringen und sie selbst ihre kleinen und großen Erfahrungen machen lassen.

Beobachte! Lerne dein Kind kennen! Wenn du wirklich bemerkst, was es nötig hat, wenn du fühlst, was es tatsächlich kränkt, was es braucht, dann wirst du es auch richtig behandeln, wirst du es richtig lenken, erziehen.“ (Emmi Pikler)

Spielzeug nach Emmi Pikler: Das Kletterdreieck

Das Kletterdreieck ist genau nach diesen Grundannahmen von Emmi Pikler durchdacht und gefertigt: Es bietet dem Kind die Möglichkeit, seine Fähigkeiten zu erproben und zu erweitern und engt dabei die Phantasie des Kindes nicht ein.

Wir entschieden uns für das Kletterdreieck von Klapperspecht, da uns die Verarbeitung sehr gefiel. Ebenfalls suchten wir nach einem Spiel- und Klettergerät, das nicht nur im ersten oder zweiten Lebensjahr interessant sein sollte sondern auch noch den Großen begeistern konnte. Deshalb fiel die Wahl ziemlich schnell auf das extragroße Kletterdreieck der Thüringer Holz-Manufaktur. Dass die beiden Schreiner Marco und Markus, die hinter Klapperspecht stehen, ihren Beruf verstehen, wird einem bereits beim ersten Blick auf das Dreieck klar: Ein absolut robustes, handgefertigtes und zuverlässiges Spieluntensil stand da vor uns, dass alle Sinne von uns Großen und natürlich auch von den Kleinen begeistert! Das 92cm große Dreieck besteht aus Buche Massivholz und hält so auch den aktivsten kleinen Kletterern stand.

Seit wir den kleinen Mann mit dem Kletterdreieck überraschen durften, steht es tatsächlich keinen Tag ungenutzt herum. Und obwohl wir mit den Jungs ja wirklich bei fast jedem Wetter draußen unterwegs sind, ist irgendwann am Tag immer noch Zeit für eine kleine Kletterpartie 😉 Am schönsten finde ich, dass der Phantasie der Kinder mit dem Dreieck keine Grenzen gesetzt sind. Ganz im Sinne von Emmi Pikler also! So wird es nicht nur zum Klettern benutzt sondern wurde auch schon zum Piratenschiff, zur Bärenhöhle oder zum wilden Pferd umfunktioniert. Mit einer Decke behängt wird das Dreieck eine Kuschel- und Lesehöhle, in die sich ein Kind zurück ziehen kann oder sie hängen verschiedene Spielzeuge an die Sprossen und verkaufen sie dann im „Kaufmannsladen“.

Mit Sicherheit fallen meinen beiden Jungs noch eine Menge anderer Spiele für dieses vielfältig einsetzbare Spielzeug ein. Und falls das Dreieck dann doch wider Erwarten einmal ungenutzt herum steht, so können wir Eltern es ganz einfach zusammen klappen und Platz sparend beiseite räumen – wie praktisch, oder?

 

„Nein heißt Nein“, oder: Das eigene Selbstwertgefühl stärken, um das Kind zu schützen

„Nein“ schreit mein Großer mit seinen fast 3 Jahren, „Nein, du sollst kein Foto von mir machen!“. Wir haben uns mit einer Bekannten zum Gassi gehen mit ihren zwei Hunden getroffen. Ich habe die Bekannte schon lange nicht mehr gesehen, der Große kennt sie gar nicht und ist trotzdem den ganzen, langen Spaziergang mitmarschiert, hat mit den Hunden gespielt und Kontakt aufgebaut. Doch jetzt ist er müde, will nach Hause, kann nicht mehr laufen und diese fremde Person macht etwas, was er nicht will… Weiterlesen

Mama, bitte schlag‘ mich nicht!

Mama, bitte schlag' mich nicht!

Deine Hände, warm und weich,
sie zittern, beben, fallen gleich,
und wollen schlagen mein Gesicht,
liebe Mama, tu das nicht!

Du weißt, ich liebe dich so sehr,
dich so zu sehen, schmerzt mich mehr,
als du es je verstehen kannst,
liebe Mama, ich hab‘ Angst!

Niemals will ich dich wütend machen,
auf mich, dein Kind! Ich liebe Sachen,
die uns beide Freude machen!
Ich möchte mit dir lachen, streiten,
Dinge, die uns auch beiden Freud‘ bereiten.

Manchmal, da bin ich einfach Kind,
ich wüte, tobe, lern‘ geschwind.
Ich tu‘ dann vielleicht auch etwas,
das nährt und kitzelt deinen Hass.

Ich tu‘ das nicht, um dir zu schaden,
ich breche manche Barrikaden.
Doch ist es so, dass in der Welt,
mir Neu‘s unsagbar gut gefällt.

Ich seh dich wie du selbst so klein,
schutzlos Schläge stecktest ein.
Haue, Klapse, Watsch’n NEIN!
Bitte, Mama, lass das sein!

Du bist so groß und stark und schlau,
Mama, ich weiß es doch genau.
Sei mutig, hör doch auf dein Herz,
dein Kind verdient nicht diesen Schmerz!

Deine Hände, warm und weich,
sie zittern, beben, sinken seicht.
Umarm‘ mich wenn es dir gefällt,
und trag‘ mich sicher durch die Welt.

„Mama, warum bin ich gefallen?“ – Wie wir lernen wieder aufzustehen

Mein Kind ist gestürzt. Nicht das erste Mal, aber das erste Mal so heftig, dass ich wirklich richtige Angst hatte. Ich hatte Angst um ihn, wirkliche Angst. Angst um sein Leben hatten wir bereits, das Gefühl kennen wir. Der Tag seiner Geburt hätte genauso auch eine andere Wendung nehmen können und dann war da auch noch seine Operation. Beides war irgendwie etwas anderes, denn in beiden Situationen wussten wir, dass auch etwas passieren könnte. Sein Sturz aber kam aus heiterem Himmel.

Wie gehen wir Menschen eigentlich mit den großen und kleinen Stürzen in unserem Leben um? Wie leicht fällt es uns, wieder aufzustehen? Und woher nehmen einige die Kraft, immer wieder auszustehen während andere irgendwann zusammenbrechen? Ich frage mich manchmal voller Sorge welche großen Herausforderungen, Stürze, Gräben und Abgründe sich vor unseren Kindern in ihrem Leben auftun und wie wir ihnen helfen können, genug Stärke in sich selbst zu finden, mit allen Widrigkeiten umgehen zu können. Weiterlesen

Wie Glaubenssätze die Beziehung zu deinem Kind beeinflussen

Sonnenblumenfeld

Jeder von uns trägt sie mit sich herum, sie bestimmen zu einem großen Teil unser Leben und unsere Beziehungen und oft sind sie ein Relikt aus unserer Kindheit: Glaubenssätze. Sie sind innere Botschaften, die in uns widerhallen und unsere Entscheidungen beeinflussen – oft unbewusst. Wenn wir authentische Beziehungen leben wollen, ist es wichtig, dass wir uns unserer inneren Glaubenssätze bewusst werden und die störenden hinter uns lassen. Weiterlesen

Ein bisschen mehr von dem, was glücklich macht

Vorne weg: das wird kein Jammer-Post! Ich teile mit euch nur ehrlich und in Kurzfassung was uns als Familie die letzten Wochen bewegte.

Wir waren am Ende mit unseren Kräften, mein Mann und ich. Aus Schlafmangel, unerfüllten Bedürfnissen auf Elternseite, mehreren Hiobsbotschaften unseres alten Hauses an uns und ein paar Krankheitswellen, erwuchs bei uns aus immer mehr Unzufriedenheit immer mehr Streit. Nicht nur mal ein unbedachtes Wort, eine kleine Kränkung oder eine Unachtsamkeit dem Anderen gegenüber. Wir hatten uns festgefahren, uns gegenseitig unglücklich gemacht, über Tage und Wochen. Weiterlesen

Meine erste Wahl – #BTW2017

In ein paar Tagen gehen wir zur Wahl. Wir, damit meine ich mich und meinen Mann. Wir beide wählen. Aber wir gehen nicht alleine, wir gehen mit unseren beiden Söhnen, vielleicht auch mit dem großen Sohn meines Mannes. Wir nehmen die drei Personen mit, um die es eigentlich gehen soll bei unseren Entscheidungen für die Zukunft: Unsere Zukunft: Unsere Kinder. Weiterlesen

Eine Schubkarre wird zum Kräuterbeet

Als wir unser Haus kauften, stand hier noch sehr viel rum, was die Vorbesitzerin uns hiergelassen hatte. Unter anderem auch ziemlich alte und zum Teil wirklich ausrangierte Garten-Hilfsmittel. Die alte Schubkarre war bald nicht mehr wirklich gut zu nutzen und sollte nun in neuem Licht erstrahlen: mit vielen frischen Kräutern auf unserer Terrasse. Weiterlesen