Mama, bitte schlag‘ mich nicht!

Mama, bitte schlag' mich nicht!

Deine Hände, warm und weich,
sie zittern, beben, fallen gleich,
und wollen schlagen mein Gesicht,
liebe Mama, tu das nicht!

Du weißt, ich liebe dich so sehr,
dich so zu sehen, schmerzt mich mehr,
als du es je verstehen kannst,
liebe Mama, ich hab‘ Angst!

Niemals will ich dich wütend machen,
auf mich, dein Kind! Ich liebe Sachen,
die uns beide Freude machen!
Ich möchte mit dir lachen, streiten,
Dinge, die uns auch beiden Freud‘ bereiten.

Manchmal, da bin ich einfach Kind,
ich wüte, tobe, lern‘ geschwind.
Ich tu‘ dann vielleicht auch etwas,
das nährt und kitzelt deinen Hass.

Ich tu‘ das nicht, um dir zu schaden,
ich breche manche Barrikaden.
Doch ist es so, dass in der Welt,
mir Neu‘s unsagbar gut gefällt.

Ich seh dich wie du selbst so klein,
schutzlos Schläge stecktest ein.
Haue, Klapse, Watsch’n NEIN!
Bitte, Mama, lass das sein!

Du bist so groß und stark und schlau,
Mama, ich weiß es doch genau.
Sei mutig, hör doch auf dein Herz,
dein Kind verdient nicht diesen Schmerz!

Deine Hände, warm und weich,
sie zittern, beben, sinken seicht.
Umarm‘ mich wenn es dir gefällt,
und trag‘ mich sicher durch die Welt.

4 Kommentare

  1. Danke für das traurige Gedicht.
    Deine Kinder sind ja noch sehr jung. Ich wünsche dir viel Erfolg, Glück und Spaß bei der Erziehung!

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