Warum Stoffwindeln einfach super sind und wie du am einfachsten startest – 7 gute Gründe (Affiliate-Links)

Wir sind schon lange damit beschäftigt, den Müll im Haushalt zu reduzieren und sind noch lange nicht am Ende. Wo fällt aber bei uns wirklich am meisten (Rest-)Müll an? Das haben wir uns als erstes gefragt. Ganz klar: unter anderem auch an den Popos unserer Kinder. Pro Tag fallen in Deutschland etwa acht Millionen Wegwerfwindeln als Restmüll an, pro Kind bis zum Trockenwerden etwa 176kg reine Wegwerfwindel. Inklusive Pipi und Kaka fällt pro Kind dann sogar bis zu einer Tonne Müll an. Das wollten wir nicht, das war uns klar.

Tschüss Wegwerfwindel – Hallo Stoffwindel

Als unser Großer ein Jahr alt wurde, fingen wir an, mit verschiedenen Stoffwindelsystemen zu experimentieren und fanden dann für uns das am besten geeignete heraus. Es gibt so viele verschiedene Systeme und Modelle, dass es zuerst etwas schwierig ist, sich durch die Informationen zu arbeiten. Wir kauften ein paar Modelle gebraucht, testeten sie aus und entschieden uns dann für ein ganz simples: Eine Überhose aus PUL, in die man verschiedene Saugeinlagen legen konnte. Wir füllen diese Pocket- oder Hybridüberhose einfach mit zusammengelegten Mullwindeln, super einfach und echt günstig!

Mittlerweile nutzen wir unsere Stoffwindeln schon ein Jahr. Der Große trägt sie mit seinen fast zwei Jahren fast immer. In Zeiten von Magen-Darm- Erkrankungen und nachts nutzen wir dann doch Wegwerfwindeln. Ansonsten klappt es aber sehr gut. (Edit: Mittlerweile haben wir nur noch ein Wickelkind) Der Kleine wird mit Stoffwindeln gewickelt seit wir aus dem Krankenhaus nach Hause gekommen sind und wird auch nachts damit gewickelt. Eine Stoffwindel mit einer doppelt gewebten Mullwindel hält dabei die ganze Nacht. Super wenn man nachts nicht mehr wickeln muss 😉

Aber was spricht außer der leeren Restmülltonne noch für die Stoffy-Variante am Hintern unserer Kinder?

1. Mehr im Geldbeutel

Klar, die Anschaffung der Überhosen und Mullwindeln ist nicht umsonst! Wir haben sie für den Großen angeschafft und mussten für den Babymann zwischendurch auch mal aufstocken. Die Überhosen kann man im Internet gut wieder verkaufen, die Mullwindeln finden sicher nach abgeschlossener Wickelzeit noch irgendwo Verwendung im Haushalt. Da man sie bis 95 Grad waschen kann, mache ich mir da auch keine Gedanken um eventuelle Keime. Natürlich gibt es auch aufwändigere Stoffwindelsysteme, zum Beispiel All-in-ones, die pro Stück teurer sind. Aber je nach Stoffwindelsystem spart man im Vergleich zu Wegwerfwindeln über die gesamte Wickelzeit zwischen 400 und 1800€. Nicht zu verachten, oder?

2. Weniger dreckige Bodies & Co

Ja, das ist tatsächlich so! Die Überhosen schließen super am Rücken und an den Beinen ab, sodass kein großes Geschäft entweichen kann. Ich weiß noch wie oft der Große als Baby den ganzen Rücken rauf vollgekakert war…das ist uns jetzt mit den Stoffwindeln mit unserem Baby noch nicht einmal passiert und da landet schon ordentlich was in der Windel!

Alles bleibt drinnen und die Wäsche bleibt sauber. Die extra Wickelwäsche hat man natürlich. Mit zwei Kindern wasche ich alle zwei Tage eine Trommel Mullwindeln und Überhosen. Meist sind sie auf der Wäscheleine am nächsten Tag wieder trocken, sodass ich wirklich nur ganz selten den Trockner anschmeißen muss.

3. Weniger Energieverbrauch

Da kommt es tatsächlich darauf an, dass man auch beim Waschen sparsam und umweltfreundlich bleibt. Mit einer angemessenen Waschtemperatur von 60 Grad, ohne Trocknerbenutzung und bei Wiederverwendung der Stoffwindeln hat man ein Einsparpotenzial von bis zu 40% gegenüber der Benutzung von Wegwerfwindeln.

Dazu benutzen wir noch Öko-Waschmittel, das die Windeln und die Umwelt schont und keine giftigen Chemikalien ins Abwasser bringt. Wichtig bei der Wahl des Waschmittels ist, dass es Sauerstoffbleiche enthält, denn nur dann bekommt ihr wirklich alle Bakterien und Keime aus euren Windeln

4. Kaka kommt dahin, wo es hingehört

In die Toilette. Auf die Saugeinlage der Stoffwindel wird noch ein Windelvlies gelegt, dass in der Waschmaschine mitgewaschen und wiederverwendet werden kann, wenn nur Pipi drangekommen ist. Hat es Kaka aufgefangen, so kann es einfach mit in die Toilette und so landet auch das Kaka in der Kanalisation und nicht auf der Müllkippe.

5. Weniger Chemie an Babys Po mit Stoffwindeln

Je nach Windelmarke wird unterschiedlich zusammengesetzter Kunststoff als Windelhülle genutzt. Kunststoffe lassen die Haut schlecht atmen, das Kind schwitzt schneller. Durch Schweiß und Pipi werden Mikroteilchen des Kunststoffes gelöst und dringen durch die Schutzbarriere der Haut. Bei Babytrinkflaschen gibt es mittlerweile ein Verbot von Bisphenol A. Bei Windeln jedoch nicht. Die hormonaktiven Kunststoffe kommen zwar über die Windel nicht mit dem Trinken in Kontakt, aber mit der Haut. Die ist bei Babys noch viel durchlässiger als bei Erwachsenen. Und auch wenn BPA nicht in der Windel enthalten ist, sind die anderen Kunststoffe besser? Im Inneren der Windel befindet sich der sogenannte Super-Absorber, der die Flüssigkeit aufsaugt und zu Gel umwandelt – keine Zauberei sondern reine Chemie.

6. Tolle Modelle und Farben

Es gibt so viele verschiedene tolle und lustige Modelle, dass das Sammeln echt Spaß macht. Und die Kleinen sehen so niedlich aus in ihren Buxen! Die, die ich auf den Fotos zeige, sind meine absoluten Favoriten. Ich zeige sie hier, weil ich bisher nur gute Erfahrungen mit diesen Windeln gemacht habe. Wenn ihr sie ausprobieren wollt, könnt ihr sie hier finden.*

7. Wickeln mit Stoffwindeln ist ganz einfach!

Das wichtigste Argument für das Wickeln mit Stoffwindeln: Es ist ganz einfach und für jeden Typ gibt es die richtige Stoffy-Variante! Wenn ihr unsicher seid, welche für euch die richtige ist, dann nehmt doch eine qualifizierte Stoffwindelberatung in Anspruch oder probiert es erstmal mit gebrauchten Stoffwindeln. Wenn ihr erst einmal ein bisschen ausprobiert habt, wisst ihr nach einiger Zeit genau, was euch wichtig ist und worauf ihr Wert legt. Das ist bei jedem anders.

Wenn ihr einen ganz einfachen Einstieg ins Stoffwindel Wickeln haben wollt, dann nehmt die Überhosen, die ich euch oben verlinkt habe und doppelt gewebte Mullwindeln*. Die Mullwindel faltet ihr in der Breite einmal hälftig, danach in der Länge noch ein oder zwei Mal (je nachdem, wie breit ihr die Windel haben wollt). Die gefaltete Mullwindel legt ihr dann einfach in die Überhose, Windelvlies* drauf und fertig. Jetzt muss die Windel nur noch ans Kind und dann könnt ihr die Windel im Schritt noch etwas zusammenknautschen. Das war’s schon!

Probiert es einfach mal aus und bestimmt werdet ihr bald genauso begeistert sein wie ich!

Wie ist das bei euch? Benutzt ihr schon Stoffwindeln? Welches sind eure Lieblingsmodelle? Oder könnt ihr damit gar nichts anfangen? Habt ihr es schon probiert und es passt nicht zu euch? Schreibt eure Erfahrungen gern in die Kommentare.

Eure Katha

(dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Mit dem Kauf ändert sich für euch nichts und nebenbei unterstützt ihr mich und meinen Blog. Großartig!)

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3 Kommentare

  1. Sabrina Rech

    Hallo 🙂
    Wenn es bei uns mit Baby Nummer 2 so weit ist möchte ich unbedingt gerne genauso wickeln wie du. Das klingt wirklich super. Ich habe noch ein paar Fragen :
    Wie viele überhosen usw. Braucht man wenn man nur den milovia windeln arbeiten will?
    Wie machst du das mit dem waschen ? Wo sammelst du die dreckwäsche?

    • Hallo,
      schön, dass du auch mit Stoffwindeln wickeln möchtest! Motiviert durch deine Fragen werde ich mich die nächsten Tage an einen weiterführenden Artikel bzw. eine Artikelserie zum Stoffwickeln setzen. Bleib dran und schreib dich am Besten für meinen Newsletter ein, um auf dem Laufenden zu bleiben. Ich werde dann ganz detailliert darauf eingehen, wie wir das Wickeln, Waschen usw. handhaben.
      Viele liebe Grüße,
      Katha

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